Das Ameisen-Blog

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Meinungen

°°
gute frage ? würde mich auch interessieren
online druckerei - 12. Dez, 15:51
Ergänzung
Bon Appetit! Wenn ich daran denke, dass auch wir sowas...
Inge von scuba-native Tauchreisen - 31. Okt, 14:29
Und vom leckeren Festmenü...
Und vom leckeren Festmenü haben sie nichts mehr...
Mike5434 - 17. Aug, 16:06

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Zeug mit Ameisen

Samstag, 13. Oktober 2007

Die Bücher des Sommers

Meine zwei Bücher des vergangenen Sommers: Die Ameisen Mittel- und Nordeuropas von Bernhard Seifert und Ants of North America von Brian L. Fisher und Stefan P. Cover.
Buch »Die Ameisen Mittel- und Nordeuropas«, © Lutra Lausitz VerlagDas Buch von Seifert war gar nicht so einfach zu bekommen. Erst als ich an den Lutra Lausitz Verlag schrieb, bekam ich es. Auch wenn es nicht ganz billig ist, so hat es mich viele Stunden unterhalten. Und es behandelt wirklich alles Wichtige: Angefangen vom Bau und der Funktion des Ameisenkörpers bis zur Mächtigkeit der Ameisen da draußen. Auch wenn ich noch keine einzige Art zweifelsfrei bestimmt habe. Das kommt im nächsten Frühjahr! (Oder vielleicht noch am Wochenende am Bodensee. Da ist es ja wärmer.)
Buch »Ants of North America«, ©  University of California PressDas gerade erschienene amerikanische Gegenstück von Fisher und Cover ist wohl eher etwas für Spezialisten. Es ist im Format kleiner, was fürs Mitnehmen in Feld und Wiese praktischer ist. Es beschränkt sich weitgehend auf einen Bestimmungsschlüssel. Die Ameisen sind alle in der gleichen Position abgebildet, wie man es auch aus der Antbase kennt. Wertvolle Dienste hat es mir als Übersetzungshilfe geleistet. Ob es auch in Europa einsetzbar ist? Das kann ich nicht beurteilen. Beide Bücher sind sehr lesenswert.

Bernhard Seifert. Die Ameisen Mittel- und Nordeuropas. ISBN: 978-3-936412-03-1

Brian L. Fisher und Stefan P. Cover. Ants of North America. A Guide to the Genera. California University Press. ISBN 978-0-520-25422-0
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Donnerstag, 11. Oktober 2007

Einemsen

Lexikon des Unwissens,  © Rowohlt BerlinBevor dieses Blog sich in die Winterruhe verabschiedet, möchte ich doch noch auf etwas hinweisen. »Einemsen ist eine Angewohnheit von Vögeln (…), dass sie sich gerne in Ameisenhaufen legen und sich mit dem Schnabel Ameisen ins Gefieder reiben. Warum sie das tun, ist unklar.« So steht es im großartigen Lexikon des Unwissens von Kathrin Passig und Aleks Scholz. Nach dem Eintrag zur dunklen Materie und vor dem zur weiblichen Ejakulation findet man das hübsche Wort »Einemsen«. Über das man eben weiß, dass man nicht so recht weiß. Einemsen ist ein sehr abwegiges Verhalten. Der Begriff des Einemsens wurde geprägt vom deutschen Vogelforscher Erwin Stresemann. Igel, Eichhörnchen und Vögel stürzen sich in Ameisenhaufen und »wirken dabei auf den Beobachter geradezu ekstatisch und kippen mitunter um vor Freude«. Ein tolles Bild dazu findet der geneigte Leser im Käferatlas. Ich werde mich auf jeden Fall nicht zu Sri und ihrem Volk setzen. Schon aus Höflichkeit.

Kathrin Passig, Aleks Scholz, »Lexikon des Unwissens. Worauf es bisher keine Antwort gibt«, Rowohlt Verlag
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Dienstag, 2. Oktober 2007

Wäre Sri größer

Wäre Lasius niger ungefähr 90-mal größer und käme über meinen Schreibtisch gekrabbelt, sähe das so aus:

Ameise hinter Lampe © Jakob Vicari für P.M.

Die Besucherin kommt zum Glück aus dem Buch »Unseen Companions. Big Views of Tiny Creatures« das gerade erschienen ist. Es ist eine Lasius niger Arbeiterin durchs Elektronenmikroskop betrachtet. Das ist so hervorragend fotografiert und gedruckt, dass ich die Ocellen des Facettenauges zählen kann. Auf einem anderen Foto ist eine Arbeiterin zu sehen, wie sie ein Ei trägt. Man sieht tatsächlichwie sie es zwischen ihren kräftigen Mundwerkzeugen trägt.
Neben Ameisen gibt es Fotos von vieläugige Spinnen und verflochtenen Schimmelpilzen.

Ameise hinter Lampe2 © Jakob Vicari für P.M.

Ein feines Buch für alle Freunde der Krabbelwelt. (Versprochen: Die Lampe sieht gleich ein Staubtuch.) Fotografien von David und Madeleine Spears, englisch betextet von Adrian Warren.
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Donnerstag, 30. August 2007

Für Fleißige

Des Ameisenbloggers Gemütszustand hellte sich auf, als er im Supermarkt seines Vertrauens diese Tafel erblickte: Eine echte Ameisenschokolade. Statt Ameisen enthält sie beruhigenderweise Sauerkirschen und Sesam, was sich seltsam anhört aber großartig schmeckt. Sie kommt aus der Schokoladsenmanufaktur Zotter in Österreich. Dort wird sie handgeschöpft aus fair gehandeltem Kakao und Bio-Zutaten. Gestaltet hat die Schokladen-Schleife der Künstler Andreas H. Gratze, ein Freund des Chocolatiers Josef Zotter.

Ameisenschokolade »Für Fleissige«, © Zotter
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Montag, 27. August 2007

Steinedrehen – Universen entdecken

Ich habe mich schon immer gefragt, was unter dem großen Stein im Hinterhof los ist. Am 2. September werde ich mich trauen. Ich werde den Stein umdrehen und das Egal-was-mich-erwartende fotografieren. Das Bild des Paralelluniversums werde ich veröffentlichen. Denn der 2. September ist Steinumdrehtag. Der »Rock-Flipping Day« ist sowas wie der Weltkatzentag der Insektenforscher. Aber eine großartige Idee. Dave Bonta, Fred Garber und Bev Wigney hatten sie. Also machen Sie mit.
Es ist einfach. Sie suchen einen Stein. Sie drehen ihn nächsten Sonntag um. Und drücken auf den Auslöser. Entweder Sie posten Ihr Foto auf Flickr mit dem Tag »rockflippingday«. Oder Sie senden es Bev Wigney (bev (at) magickcanoe (punkt) com).
Lüften auch Sie das Geheimnis ihres Lieblings-Findlings. Aber nicht vergessen: Alle Steine wieder zurücklegen!

(via Ant-Room via via negativa, Factory Town, Burning Silo)
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Donnerstag, 23. August 2007

Den Kleister bitte

Das italienisch-dänische Designer-Duo GAMplusFRATESI hat eine wundervolle Tapete entworfen. Sie verbindet Stilbewusstsein mit meiner Liebe fürs Detail.
Tapete, © GAMplusFRATESI
Sie schreiben: »Seen from distance the wallpaper seems simply an antique baroque motive…
Tapete, © GAMplusFRATESI
…but coming closer you will discover that thousands of ants are crawling on the walls creating this baroque wallpaper«. Die Muster werden geformt von einer Ameisenschar. Großartig nicht nur fürs Formicarium – für alle Wohnräume unverzichtbar.

www.gamplusfratesi.com
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Donnerstag, 9. August 2007

Blicke, tausendfach

Ameisen-T-Shirt, © Katz und GoldtSeitdem die Ameisen in mein Bücherregal eingezogen sind fühle ich mich beobachtet. Nicht von zwei Augen. Von dreißig Facettenaugenpaaren. Und als ob das nicht genug wäre: Ein Facettenauge besteht aus ganz vielen kleinen Augen. Bei Claudia, Katharina, Amalia, Maya und den anderen Wegameisen sind das auf jeder Seite 120 Ommatiden. Werden Sie mal von 3600 Augen beim Telefonieren beglotzt. Und es werden immer mehr. Da hilft nur Haltung.
Und dann erhörte mich die Kulturindustrie. Oder zumindest ein Comicduo. Bei Katz & Goldt fand ich ein Unbedingt-Produkt gegen die 3600 Blicke. Ihr Ameisen-T-Shirt setzt den Blicken etwas entgegen: »Ameisen haben keine Ahnung, was in einem Menschen vorgeht.«
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