Seit Jahren versuchen Deutschlands Autobauer das
selbstlenkende Auto zu bauen. Die
Darpa ließ auch schon welche durch die Wüste schleichen. Sie schienen mehr Schnecken als Ameisen zum Vorbild zu haben. Warum fragt niemand die Ameisenforscher? Ameisen bauen keine Unfälle. Sie fallen auch nirgendwo runter. Sie finden immer den kürzesten Weg. Ich wette, Sie haben noch keinen Ameisen-Unfall gesehen.

Mir ist es nicht gelungen. Am sichersten stellt es Ihre Majestät Sri an. Wer sich nicht am Ameisenstraßenverkehr beteiligt, kann auch keinen Unfall bauen. Aber auch die Außenhüllen der wuselnden Arbeiterinnen haben noch keine Beulen. Dabei wäre ihr Panzer dafür anfällig.
Die Lösung ist einfach: Wenn sich Ameisen auf ihren Ameisenstraßen bewegen, halten sie sich an strikte Verkehrsregeln. Das hat übrigens
Audrey Dussutour, herausgefunden. Wenn die Wegameisen zum Beispiel nur eine schmale Brücke zum Zuckerwasser haben, warten sie bis der Gegenverkehr die Brücke passiert hat.
Die Lösung sieht aus menschlicher Sicht etwa so aus:

Das ist die relative Attraktivität eines Weges für eine Ameise. Ich verstehe es nicht. Aber Maya, Amalia und Pamina haben sich bisher nicht verrechnet.
UPDATE: Ich entschuldige mich bei den Autobauern. Soweit sind sie nämlich schon. Da berichtet keine zwei Wochen später Peter Illetschko im
Standard doch tatsächlich heute von einem solchen Projekt des
Futurelabs: »Digitale Pheromone (Digitale Duftstoffe) heißt das der uneigennützigen Futtersuche der Ameisen nachempfundene Projekt, in dem Autos miteinander vernetzt werden…«
Jakob Vicari – 25. Aug, 11:00