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Meinungen

°°
gute frage ? würde mich auch interessieren
online druckerei - 12. Dez, 15:51
Ergänzung
Bon Appetit! Wenn ich daran denke, dass auch wir sowas...
Inge von scuba-native Tauchreisen - 31. Okt, 14:29
Und vom leckeren Festmenü...
Und vom leckeren Festmenü haben sie nichts mehr...
Mike5434 - 17. Aug, 16:06

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Ameisen-Poesie

Sonntag, 14. Oktober 2007

Ameisen-Poesie (11): Die Letzten

Ameisen-Poesiealbum, © Jakob Vicari für P.M.»Und dann sah er das Kind. Es war eine geblähte, dürre Haut, die alle Ameisen der Welt auf dem Steinpfad des Gartens mühsam zu ihrem Bau schleppten.« Das Neugeborene wird am Ende des Romans »Hundert Jahre Einsamkeit« von Gabriel García Márquez von den Ameisen weggetragen. »Der erste der Sippe wird an einen Baum gebunden, und den letzten werden die Ameisen fressen.«
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Sonntag, 7. Oktober 2007

Ameisen-Poesie (10): Na jo

Glück gehabt
Das Wetter war schön. Eine Ameise ging
spazieren durch den Zoo.
Da setzte sich der Elefant
auf seinen dicken, na jo.

Auf seinen dicken Du-weißt-schon-wen.
Da rief sie erschrocken: "Oh!"
Er hätte sich fast auf sie gesetzt.
Doch fehlte noch ein bißchen was,
ein Millimeter oder so.
Da war sie aber froh.
Josef Guggenmos
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Sonntag, 30. September 2007

Ameisen-Poesie (9): Speisen

Ameisen-Poesiealbum, © Jakob Vicari für P.M.Die gebratene Ameise
»Bei den fleißigen Ameisen herrscht eine sonderbare Sitte: Die Ameise, die in acht Tagen am meisten gearbeitet hat, wird am neunten Tage feierlich gebraten und von den Ameisen ihres Stammes gemeinschaftlich verspeist.« Paul Scheerbart
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Sonntag, 23. September 2007

Ameisen-Poesie (8): Fehlschläge

Ameisen-Poesiealbum, © Jakob Vicari für P.M.Die Räuber
Der Räuberhauptmann Moor: »Warum soll dem Menschen das gelingen, was er von der Ameise hat, wenn ihm das fehlschlägt, was ihn den Göttern gleich macht?«
Friedrich Schiller, Die Räuber, Dritter Akt
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Sonntag, 16. September 2007

Ameisen-Poesie (7): Keine Spur

Ameisen-Poesiealbum, © Jakob Vicari für P.M.»Wie viele sind, die, weil sie keinen Plan sehen, es geradezu leugnen, daß irgendein Plan sei, oder die wenigstens mit scheuem Zittern daran denken und zweifelnd glauben und glaubend zweifeln. Sie wehren sich mit Macht, das menschliche Geschlecht nicht als einen Ameishaufen zu betrachten, wo der Fuß eines Stärkern, der unförmlicherweise selbst Ameise ist, Tausende zertritt, Tausende in ihren klein-großen Unternehmungen zernichtet, ja wo endlich die zwei größten Tyrannen der Erde, der Zufall und die Zeit, den ganzen Haufen ohne Spur fortführen und den leeren Platz einer andern fleißigen Zunft überlassen, die auch so fortgeführt werden wird, ohne daß eine Spur bleibe.«
Johann Gottfried Herder aus den »Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit«.
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Sonntag, 9. September 2007

Ameisen-Poesie (6): Trohanadalmakus

Ameisen-Poesiealbum, © Jakob Vicari für P.M.Tarzan trifft in der zehnten Folge auf die Ameisenmenschen von Minuni. Tarzan ist viermal so groß wie die Einwohner. Und natürlich gibt es aufschlussreiche Dialoge. Zum Beispiel als Tarzan den Häuptling Komodofiorensa nach der Liebe fragt.

»But what about love—suppose you should not care for one another?« asked Tarzan.
Komodofiorensal shrugged his shoulders. »She will bear me a son who will some day be king of Trohanadalmakus,« he replied, »and that is all that can be asked.«
Tarzan bei den Ameisenmenschen, 6. Kapitel
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Sonntag, 2. September 2007

Ameisen-Poesie (5): Grillchen

Ameisen-Poesiealbum, © Jakob Vicari für P.M.Die Grille und die Ameise
»Eine faule Grille sang einen ganzen sommerlang und war immer ohne Sorgen für den andern Morgen. Weil der Sommer Nahrung hat, wurde sie auch täglich satt. Aber als der Winter kam und der Flur das Leben nahm, da trieb sie der Hunger hin zu der Ämse: - »Nachbarin, ich bin hungrig, gib mir doch ein klein wenig nur zu leben. Deine Kammer hat ja noch großen Vorrat, und ich will alles gern dir wiedergeben mit den Zinsen im April.« »Schwesterchen, wie brachtest du deine Zeit im Sommer zu?«
»Nachbarin, du weißt's ja wohl! Ich, die Schwester vom Apoll, sang beständig; hast du mich nicht vernommen? Und konnt' ich, Schwesterchen, was Bessers tun?« - »Grillchen, nein doch tanze nun«
Ludwig Gleim nach Esop

Das Original gibt es bei der Uni Mannheim.
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Sonntag, 26. August 2007

Ameisen-Poesie (4): Omeis


Ameisen-Poesiealbum, © Jakob Vicari für P.M.Omeis (Ameise)
Du fauler Tropf, der müßig ist, die Ameis schau wohl an,
Dein Meisterin sie worden ist, die dich viel lehren kann,
Schau wie sie ist ergeben der Arbeit Tag und Nacht,
Schäm dich, der du dein Leben mit Faulheit zugebracht.
Achim von Arnim
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Sonntag, 19. August 2007

Ameisen-Poesie (3): Faust

Ameisen-Poesiealbum, © Jakob Vicari für P.M.
Mephisto:
»Am lärmigen Hin- und Widerrutschen,
Am ewigen Hin- und Widerlaufen
Zerstreuter Ameis-Wimmelhaufen
Und wenn ich führe, wenn ich ritte,
Erschien' ich immer ihre Mitte,
Von Hunderttausenden verehrt.«
Johann Wolfgang Goethe, Faust, Vierter Akt
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Sonntag, 12. August 2007

Ameisen-Poesie (2): Staubfäden

Ameisen-Poesiealbum, © Jakob Vicari für P.M.Leonce:
»Komm, wir wollen Ameisen zergliedern, Staubfäden zählen!«
Georg Büchner Leonce und Lena, Zweiter Akt
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